Hologryph und tinyBuild haben SAND: Raiders of Sophie innerhalb von knapp zwei Wochen zweimal groß erweitert: Update 8 vom 20. August 2026, das das Team selbst als bisher größtes Update bezeichnet, und Update 9 vom 1. September 2026.
Im Kern geht es um ein Matchmaking, das jetzt eure Trampler-Ausrüstung mitrechnet, um neue Granaten und ein Reaktor-Rework, und um einen deutlich härteren Kurs gegen Spieler, die sich per Queue-Snipe zusammen auf kleine Server mogeln.
TL;DR: Das steckt in Update 8 und 9
- Gear-based Matchmaking (BETA): Die Runde wird jetzt auch nach eurem Gear Score gesucht, also nach verbauten Compartments und eingelagerter Ausrüstung.
- Drei neue Panzerungs-Sets für den Trampler, freischaltbar im Tech-Tree.
- Drei neue Granatentypen: 70-mm-AP/Schrapnell, 80-mm-Unterkaliber mit 100 % Durchschlag, 40-mm-Granaten gegen Überhitzung.
- Klare Anzeige für Granaten-Einschläge: Hit, Ricochet, Penetrate, Clean Through.
- Reaktor-Rework: 50 % mehr HP, sichtbarer Schadenszustand, kritischer Schaden bei Treffern von hinten.
- Reparatur-Kit ist jetzt nachladbar statt Wegwerfartikel, Update 9 erhöht zusätzlich Stack- und Tankgrößen.
- Update 9: frei belegbare seitliche Maustasten, getrennte Sensitivität für sechs Zustände, überarbeitetes Ablegen von Items mit X.
- Anti-Teaming: GBMM, Backend-Anpassungen, verpflichtende Players Conduct, sichtbare SteamID am Spielernamen, tägliche Bans.
- Dazu jede Menge Exploit-, Dupe- und Anti-Cheat-Fixes.
Gear-based Matchmaking: euer Loadout entscheidet jetzt mit
Update 8 führt Gear-based Matchmaking als BETA ein. Das Matchmaking bezieht ab sofort einen Gear Score ein, der sich aus den verbauten Trampler-Compartments und den ins Outfitting gelegten Items zusammensetzt.
Findet das System nicht genug Spieler auf dem passenden Level, weitet es den Suchbereich aus. Zwei Dinge solltet ihr dazu wissen:
- Die Suche kann dadurch etwas länger dauern als vorher.
- Ihr bleibt trotzdem nie hängen. Ab einem bestimmten Punkt wirft der Matchmaker alle in die allgemeine Queue, egal welcher Gear Score. Auch zu den spielerärmsten Zeiten kommt also irgendwann eine Runde zustande.
Das Team nennt das ausdrücklich BETA und will anhand von Feedback und Backend-Daten nachjustieren. Update 9 legt auf der Serverseite nach: Spieler, die sich vor dem Start einer Expedition zusammenschließen, sollen jetzt seltener in derselben Expedition landen.
Neue Panzerung, neue Granaten, neue Einschlags-Logik
Update 8 bringt drei neue Panzerungs-Sets für den Trampler. Freischalten könnt ihr sie im Tech-Tree. Damit der Trampler-Editor die neuen Panzerungstypen überhaupt abbilden kann, wurde er im Zuge des Updates umgebaut.
Dazu kommen drei neue Granatentypen:
- 70-mm-Granate, panzerbrechend / Schrapnell: fliegt als einzelnes Geschoss, durchschlägt die Panzerung und erzeugt auf der anderen Seite eine Schrapnell-Ladung.
- 80-mm-Unterkalibergranate: hat 100 % Durchschlagschance und kann mehrere Compartments hintereinander durchschlagen.
- 40-mm-Granate, hitzeoptimiert: senkt den Überhitzungsaufbau beim Feuern von Autokanonen um 50 %.
Vier Arten, wie eine Granate einschlägt
Gleichzeitig macht Update 8 sichtbar, was beim Einschlag passiert. Es gibt vier Ergebnisse:
- Hit: Das Geschoss trifft, richtet Schaden an und wird zerstört.
- Ricochet: Das Geschoss richtet 20 % seines Schadens an und wird vom getroffenen Compartment in eine andere Richtung abgelenkt. Trifft es auf seinem weiteren Weg noch etwas, kann es dort den vollen Schaden anrichten.
- Penetrate: Das Geschoss richtet 50 % seines Schadens an einem Compartment an und fliegt weiter, bis es auf ein weiteres Hindernis trifft. In einem Schuss lassen sich so bis zu 150 % des Granatenschadens unterbringen.
- Clean Through: zu sehen, wenn das Geschoss durch ein bereits zerstörtes Compartment fliegt. Es nimmt keinen Schaden, wird nicht zerstört und geht einfach sauber durch. Die Mechanik gab es schon immer, neu ist nur die Anzeige dafür.
Reaktor-Rework: mehr HP und ein Schwachpunkt am Heck
Der Trampler-Reaktor bekommt in Update 8 ein Rework. Alle Reaktoren haben jetzt 50 % mehr HP.
- Der Reaktor zeigt Zustand und aktive Boost-Effekte jetzt sichtbar an und färbt sich rot, wenn er HP verliert.
- Treffer auf die Rückseite des Reaktors richten kritischen Schaden an.
- Die Rauch-VFX des Reaktors reagieren auf Gear, Boost und Reaktorzustand.
Ein damit verbundener Bug hat es übrigens erst in Update 9 rausgeschafft: Der Reaktor ließ sich nicht einschalten, solange eine Waffe im Hip-Modus war. In den bekannten Problemen von Update 8 stand das noch als offener Punkt.
Reparatur-Kit: nachladbar statt Wegwerfartikel
Das Reparatur-Kit funktioniert seit Update 8 grundlegend anders. Bisher war es nach vollem Verbrauch zerstört, jetzt lässt es sich nachladen.
- Treibstoff fürs Reparatur-Kit droppen die Ironclads.
- Ein leeres Reparatur-Kit könnt ihr im Storage kaufen.
- Nehmt ihr ein Kit mit in die Expedition, startet es mit 0 Treibstoff.
- Zieht ihr ein Kit aus der Expedition ab, wird es automatisch entladen. Der Treibstoff wird separat extrahiert.
Außerdem ist "The Great Silence" jetzt ein großes Item und passt nicht mehr ins Charakter-Inventar.
Update 9 schraubt an den Mengen:
- Das Reparatur-Kit stapelt im Orbital Storage jetzt 20 statt 10.
- Die Treibstoff-Stacks sind überall größer geworden: Orbital Storage 60 statt 24, großer Stack 60 statt 30, mittlerer Stack 24 statt 12, kleiner Stack 6 statt 3.
- Die Tankgröße des Reparatur-Kits selbst steigt von 3 auf 6.
Update 9: Maus-Keybinds, getrennte Sensitivität und flüssigeres Item-Handling
Update 9 kümmert sich vor allem um Steuerung und Bedienung.
- Ihr könnt jetzt die seitlichen Maustasten frei belegen.
- Es gibt getrennte Sensitivitäts-Werte für sechs Zustände: Idle, Hip, Scope, Sniper-Scope, Turret und Turret-Scope.
- Items und Waffen, die ihr gerade in der Hand haltet, lassen sich direkt ins Storage legen. Vorher musstet ihr sie erst ablegen.
Auch das Ablegen und Verstauen per X wurde überarbeitet:
- X drücken mit kleinem Item oder Waffe in der Hand: Das Item wandert zurück ins Inventar.
- X drücken mit großem Item in der Hand: Das Item fällt zu Boden, ihr greift wieder zum zuletzt getragenen kleinen Item (oder zu den bloßen Händen, wenn keins da ist).
- X halten: Das getragene Item fällt in beiden Fällen zu Boden. Bei einem großen Item greift ihr danach wieder zum zuletzt getragenen kleinen Item.
Der Kurs gegen Teamer: GBMM, Players Conduct und sichtbare SteamID
tinyBuild und Hologryph gehen offener gegen Pre-Teaming und Queue-Sniping vor, also gegen Spieler, die das Matchmaking manipulieren, um gemeinsam auf Server für kleinere Crews zu kommen. Laut Team ist dieses Verhalten verboten und führt zur Sperre des Accounts.
Was konkret passiert:
- Neue Admins kümmern sich um Bans und prüfen Reports schneller und regelmäßiger.
- Bans gegen Pre-Teamer werden inzwischen täglich verhängt statt wie früher in großen Wellen.
- Ein Code of Conduct muss künftig vor dem Spielen akzeptiert werden. Update 9 zeigt EULA und Players Conduct schon beim ersten Start an, danach nur noch bei Änderungen.
- Neben dem Spielernamen steht jetzt die SteamID. Das hilft beim Bearbeiten von Reports, die nicht über die "Report Player"-Funktion im Spiel kamen.
- Die volle Einführung von GBMM ist laut Team der Startpunkt gegen Queue-Sniping. Zusätzlich prüft das Studio Queue-Verzögerungen und aktive Checks für Spieler, die immer wieder zusammen auf einem Server landen.
- Ein Admin-System für Reports in Echtzeit, inklusive Zuschauen bei gemeldeten Spielern, ist in Arbeit, steckt aber noch früh in der Entwicklung.
Melden könnt ihr verdächtige Spieler über das Ingame-System oder den Discord.
Cheat-Fixes, Exploit-Fixes und Anti-Cheat-Fehlalarme
Beide Updates stopfen eine Reihe von Lücken.
Aus Update 8:
- Mehrere Dupe-Exploits geschlossen.
- Exploit behoben, mit dem sich Standardmunition in einen speziellen Munitionstyp ändern ließ.
- Möglicherweise behoben: Ein Cheater konnte Items aus der Kiste in euren Händen aus der Ferne klauen.
- Möglicherweise behoben: Trampler, die bei Kollision durch einen anderen Trampler gehen.
- Anti-Cheat-Fehlalarme behoben beim Greifen der Leiter während des Sprungs Richtung Insel, beim Parkour-Start während desselben Sprungs und beim Turret-Schießen ("Suspicious Activity").
- Trampler-Beine standen nach dem Wiedereinstieg falsch. Behoben.
- Waffen hatten keine Animation und keinen Rückstoß, wenn gleichzeitig geschossen und die Taschenlampe aktiviert wurde.
- Upior-Positionen konnten sich zwischen Client und Server unterscheiden.
Aus Update 9:
- Möglicherweise behoben: Artefakte ließen sich mehr als einmal benutzen.
- Anti-Cheat-Fehlalarme behoben beim Nutzen der Trampler-Leiter unterhalb einer bestimmten Höhe und beim Fortsetzen einer Expedition, nachdem man geduckt ins Hauptmenü gegangen war.
- Blueprints ohne Zugang zu den Core-Compartments konnten erstellt werden.
- Trampler mit Compartments außerhalb des vorgesehenen Bereichs ließen sich bauen.
- Durchgangs-Compartments wie Frachtdecks und gerahmte Treppen konnten den Zugang zu den essenziellen Compartments blockieren, ohne einen Pathfinding-Fehler auszulösen.
- Der Trampler fuhr weiter, obwohl das Steuerrad zerstört war.
- Backend-Fix gegen das Festhängen auf dem Bildschirm "Waiting for rival expeditions 0/0".
- Kleinere Fixes an Turret-Icons, an der "Evakuierung vorübergehend nicht verfügbar"-Meldung, am Storage-Prompt mit zu vielen Hotkey-Optionen und an Crew-Leichen, die in der Kapitäns-Lobby zurückblieben.
Was noch offen ist
Die Liste der bekannten Probleme ist nach Update 9 kürzer, aber nicht leer. Weiter offen sind unter anderem:
- Das Spiel kann kurz einfrieren, wenn ihr die Spielerliste schließt. Tritt ab dem vierten Schließen auf.
- Der Charakter kann die Expedition nicht betreten, wenn die Einladung im Hintergrund des Tutorial-Pop-ups angenommen wurde.
- Items werden teils im Körper des Charakters angezeigt, große Items schweben um ihn herum.
- Der Charakter kann unverwundbar gegen Nahkampfschaden werden, während er mit Turrets oder Steuerrad interagiert.
- Kugeln gehen bei einem geschwindigkeitsverstärkten Trampler durch den Charakter.
- Die Shotgun richtet auf ganz kurze Distanz eventuell keinen Schaden an.
- Ironclads lassen sich durch erneutes Betreten des Auslösebereichs mehrfach triggern.
- Blueprints lassen sich nicht löschen.
- Nach einem Orbital Strike auf dem Smuggler-Steuerschema können Animationen auf Turrets und Steuerrad kaputt sein. Abhilfe: irgendein Werkzeug oder eine Waffe in die Hand nehmen oder respawnen.
- Die Charakterhände sind "kaputt", wenn Energierods getragen werden.
FAQ
Muss ich für Update 8 und 9 etwas herunterladen?
Ja. Beide sind reguläre Client-Updates und werden über Steam automatisch installiert. Update 8 ist am 20. August 2026 erschienen, Update 9 am 1. September 2026.
Was ist Gear-based Matchmaking genau?
Das Matchmaking berechnet aus euren verbauten Trampler-Compartments und eurer eingelagerten Ausrüstung einen Gear Score und sucht Gegner in einem ähnlichen Bereich. Das System ist als BETA markiert und kann sich noch ändern. Die Suche kann dadurch minimal länger dauern, ihr landet aber notfalls in der allgemeinen Queue und bleibt nie ohne Runde.
Wird Pre-Teaming jetzt bestraft?
Ja. tinyBuild und Hologryph stufen Pre-Teaming und Queue-Sniping als verbotenes Verhalten ein, das zur Account-Sperre führt. Bans werden nach eigenen Angaben täglich verhängt, dazu kommen eine verpflichtende Players Conduct und die sichtbare SteamID am Spielernamen.
Ist das Reparatur-Kit jetzt dauerhaft nutzbar?
Es wird nach dem Verbrauch nicht mehr zerstört, sondern lässt sich mit Treibstoff von Ironclads nachladen. In die Expedition genommen startet es mit leerem Tank. Update 9 hat zusätzlich die Stack- und Tankgrößen erhöht.
Beide Updates zusammen zeigen ganz gut, woran das Team gerade arbeitet: das Matchmaking fairer machen und Teamern das Leben schwer machen, ohne dass die Wartezeit explodiert. Wie sich GBMM in euren Runden anfühlt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.