Embark Studios greift in ARC Raiders ab sofort deutlich härter gegen Cheater durch: Wer mit bekannter Cheat-Software erwischt wird, ist dauerhaft raus, ohne Verwarnung und ohne zweite Chance.
Executive Producer Aleks hat das kurz vor dem Frozen-Trail-Update in einem langen Statement erklärt und dabei auch zugegeben, dass das Studio anfangs zu vorsichtig war.
Permabann statt Verwarnung
Jeder Account, der mit einem bekannten Cheat-Programm erwischt wird, bekommt ab jetzt einen permanenten Bann. Das ist laut Embark inzwischen feste Regel und gilt schon beim ersten Vergehen.
Bisher war das anders. Embark sei bei Erstverstößen "zu zurückhaltend" mit permanenten Sperren gewesen, schreibt Aleks, und man habe den Frust der Community gehört. Dazu kommen schärfere Folgen über den einzelnen Account hinaus:
- Lizenz-Sperren: Eine gesperrte Kopie des Spiels lässt sich nicht mehr mit einem anderen Account nutzen.
- Verknüpfte Accounts: War ein Account jemals mit einer gebannten Kopie verbunden, wird er ebenfalls dauerhaft gesperrt.
- Hardware-Banns: Ist ein Rechner klar als Cheat-Maschine erkannt, startet ARC Raiders darauf nicht mehr. Die Schwelle dafür hat Embark zuletzt gesenkt.
Noch in diesem Jahr soll eine Lösung folgen, mit der Hardware-Banns auf deutlich mehr Systeme greifen. Ziel ist, dass Wiederholungstäter nicht einfach mit neuem Account auf demselben PC weitermachen.
Womit Embark Cheater erkennt
ARC Raiders setzt auf mehrere Ebenen: Kernel-Schutz von Denuvo, Erkennung durch Anybrain und eigene Modelle auf Basis von Machine Learning. Die Systeme arbeiten zusammen und sammeln erst genug Beweise, bevor eine Strafe rausgeht.
Langfristig will Embark zusätzlich Elytra einsetzen. Das System läuft gerade in kleinem Rahmen in THE FINALS und zeigt dort laut Studio vielversprechende Ergebnisse.
Warum der Cheater im Stream nicht sofort fliegt
Ein Punkt, der viele Spieler nervt: Cheater posten ihre Clips, und trotzdem passiert scheinbar nichts. Embark erklärt, dass ein sofortiger Bann beim ersten Verdacht das Risiko erhöht, ehrliche Spieler zu erwischen. Das System wertet deshalb Verhalten über mehrere Situationen aus.
Parallel sichtet das Team selbst Videos und Streams auf YouTube und anderen Plattformen. Wer also online einen Clip mit Cheats sieht: Gut möglich, dass im Hintergrund schon etwas läuft.
Queue-Teaming: 85 Prozent weniger in fünf Tagen
Die eigentlich spannendste Zahl steckt im letzten Teil. Seit einigen Tagen trennt Embark bekannte Teaming-Gruppen im Matchmaking, also Spieler, die sich absprechen, um gemeinsam in derselben Solo-Lobby zu landen.
- Fünf Tage nach dem Start: 85 Prozent weniger Spieler mit diesem Verhalten.
- Verdorbene Raids: von etwa 1 in 50 auf 1 in 300.
- Auswirkung auf die Wartezeiten: laut Embark keine nennenswerte.
Wichtig für alle Solo-Spieler: Wer sich im Raid per Proximity-Chat spontan mit jemandem zusammentut, macht nichts falsch. Bestraft wird nur die Absprache vor dem Raid.
FAQ
Gibt es in ARC Raiders noch Verwarnungen für Cheater?
Nein. Wer mit bekannter Cheat-Software erwischt wird, bekommt laut Embark sofort einen permanenten Bann, auch beim ersten Mal.
Ist Teaming mit Fremden im Raid jetzt verboten?
Nein. Spontanes Zusammenarbeiten über Proximity-Chat bleibt erlaubt. Verfolgt wird nur, wer sich vorher abspricht, um in Solo-Lobbys gemeinsam andere zu jagen.
Kommen weitere Anti-Cheat-Maßnahmen?
Ja. Hardware-Banns sollen noch 2026 auf mehr Systeme ausgeweitet werden, und Elytra aus THE FINALS soll später auch in ARC Raiders getestet werden.
Ein Kampf ohne Ende
Embark macht sich keine Illusionen: Cheats sind ein Milliardengeschäft und verschwinden nie ganz. Mit Permabanns ab dem ersten Vergehen und harten Zahlen beim Teaming zeigt das Studio aber zum ersten Mal ziemlich konkret, dass sich etwas bewegt. Ob die Wirkung anhält, wird sich zeigen, wenn mit Frozen Trail und dem Gratis-Wochenende eine Menge neuer Spieler dazukommt.